Herbert Monay aus  Gurk schnitzt einzigartige Holzbücher.  Außerdem bringt er  jede Uhr zum Gehen.   Das Schnitzen  ist die große Leidenschaft von  Herbert Monay. _Neben diversen Dekostücken, Kreuzen  oder Blumenvasen schnitzt er  derzeit saisonbedingt schöne  Ostereier und lustige Hasen  aus Holz.  Freunde sind schuld _  Freunde schenkten ihm zu seinem 50. Geburtstag ein Buch  über die Holzschnitzerei. So  wurde Schnitzen zu seinem  Hobby. „Es ist nicht so schwierig. Man benötigt plastisches  Denken, handwerkliches Geschick und gutes Werkzeug“,  findet der Gurker. Seine ersten Werke waren Herz-  Vasen und Bücher. Vor allem  das Bücherschnitzen entwickelte er zur Perfektion. Die  beliebten Geschenke fertigt  Monay je nach Bedarf an. „Motive wie Bauernhof, Jagd, Tiere  Wie der Auerhahn; etc. sind gefragt und werden in Auftrag gegeben", erklärt Monay, dass die  Blätter austauschbar sind. So  kommen seine Holzbücher als  Hofchroniken, Fotoalben oder  Gästebücher zum Einsatz. Das lebendige Holz  Am liebsten arbeitet er mit Zir benholz. „Es ist ein lebendiges  Holz“. Aber auch Lärche und  Fichte kommen unters Schnitzmesser.  Als Künstler sieht sich Monay  nicht, eher als Handwerker.  „Ich mag die Arbeit mit dem  Holz”, sagt Monay, der bis zur  Pensionierung Geschäftsführer des Maschinenrings im Bezirk St. Veit war.  Wie könnte es anders sein:  Ostereier aus Holz zieren seinen  Osterstrauß  Im Winter schnitzt er im Haus,  im Sommer in der Werkstatt.  Im letzten Iahr besuchte er seinen ersten Kurs. „Damit das  Gesichter-Schnitzen beispielsweise bei Krippenfiguren besser geht“, meint er.  Präzise wie ein Uhrwerk  Aus seiner Liebe zu Uhren  macht er keinen Hehl. „Bis zu 200 Jahre alter Uhren kann ich reparieren“. Der Autodidakt ersteigert ab und zu im Internet eine Uhr und richtet sie wieder her. „Beim Reparien von Uhren sind Gedult und ruhige Hände gefragt. Noch bin ich nicht zittrig“, schmunzelt der 73-Jährige.  
Handwerker mit Leib und Seele
Bericht aus Die Woche